Arbeiten trotz Krankschreibung?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

folgender Artikel beschäftigt sich mit dem Thema. "Arbeiten trotz Krankschreibung. Darf man das?"

Um mehr über das Thema zu erfahren klickt hier.

 

 

Eingruppierung

 

Pädagogisches Personal ( SuE)                                                                               Juli 2017

Entgeltgruppe

Tätigkeit

S2

Tätigkeit einer Kinderpfleger/in (ohne Ausbildung)

S3

Tätigkeit einer Kinderpfleger/in

S4

Kinderpfleger/in mit schwieriger fachlicher Tätigkeit

 

 

S8a

Erzieher/in (auch: Heilerz., HeilerzPfl., gleichwertige Tätigkeiten   wie KiKrankenschw. )

 

Leiter/in einer Kindertagesstätte

stellv. Leiter/in einer Tagestätte mit mindestens 40 Plätzen

S8b

Erzieher/in mit besonders schwieriger fachlicher Tätigkeit   (Sprachförderkräfte, Integrationsgruppen (1/3 d. Kinder))

S9

Leiter/in einer Kindertagesstätte (bis 39 Plätze)

stellv. Leiter/in einer Tagestätte mit mindestens 40 Plätzen

S13

Leiter/in einer Tagesstätte mit mindestens 40 Plätze

stellv. Leiter/in einer Tagesstätte mit mindestens 70 Plätzen

S 15

Leiter/in einer Tagesstätte mit mindestens 70 Plätzen

stellv. Leiter/in einer Tagesstätte mit mindestens 100 Plätze

S 16

Leiter/in Tagesstätte mit mindestens 100 Plätzen

stellv. Leiter/in Tagesstätte mit mindestens 130 Plätzen

S 17

Leiter/in Tagesstätte mit mindestens 130 Plätzen

stellv. Leiter/in Tagesstätte mit mindestens 180 Plätzen

S 18

Leiter/in Tagesstätte mit mindestens 180 Plätzen

 

 

Ermittlung der Durchschnittsbelegung einer Kindertagesstätte:

Zahl der vom 1.Oktober bis 31. Dezember des vorangegangenen Kalenderjahres vergebenen,je Tag gleichzeitig belegbaren Plätzen

oder

Zahl wird in mindestens 6 Mon. des Kalenderjahres erreicht

oder

Zahl wird voraussichtlich in den nächsten 6 Monaten erreicht

Unterschreitungen bis 5 % sind unschädlich

 

Für die unterschiedlichen Betreuungsformen werden unterschiedliche

Faktoren angesetzt

 

Kinder von 3 bis 6 in Regelbetreuung  1,00

Kinder bei Betreuung von 6 bis 7 Std.  1,20

Kinder in Ganztagesbetreuung (mehr als 7 Std.) 1,33

Kinder nach Schuleintritt 1,33

Kinder bis zu 3 Jahren 2,65

Kinder mit Behinderungen/besonderem erz. Bedarf 3,00

 

Der jeweils höchstmögliche Faktor kommt zur Anrechnung.

 

 

Arbeitsbefreiung nach §29 TvöD

 

(1) Als Fälle nach § 616 BGB, in denen Beschäftigte unter Fortzahlung des Entgelts nach § 21 im nachstehend genannten Ausmaß von der Arbeit freigestellt werden, gelten nur die folgenden Anlässe:

a)

Niederkunft der Ehefrau/der Lebenspartnerin im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes

ein Arbeitstag,

b)

Tod der Ehegattin/des Ehegatten, der Lebenspartnerin/ des Lebenspartners im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes, eines Kindes oder Elternteils

zwei Arbeitstage,

c)

Umzug aus dienstlichem oder betrieblichem Grund an einen anderen Ort

ein Arbeitstag,

d)

25- und 40-jähriges Arbeitsjubiläum

ein Arbeitstag,

e)

schwere Erkrankung

 

 

aa)

einer/eines Angehörigen, soweit sie/er in demselben Haushalt lebt,

ein Arbeitstag im Kalenderjahr,

 

bb)

eines Kindes, das das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, wenn im laufenden Kalenderjahr kein Anspruch nach § 45 SGB V besteht oder bestanden hat,

bis zu vier Arbeitstage im Kalenderjahr,

 

cc)

einer Betreuungsperson, wenn Beschäftigte deshalb die Betreuung ihres Kindes, das das 8. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung dauernd pflegebedürftig ist, übernehmen muss,

bis zu vier Arbeitstage im Kalenderjahr.

 

Eine Freistellung erfolgt nur, soweit eine andere Person zur Pflege oder Betreuung nicht sofort zur Verfügung steht und die Ärztin/der Arzt in den Fällen der Doppelbuchstaben aa und bb die Notwendigkeit der Anwesenheit der/des Beschäftigten zur vorläufigen Pflege bescheinigt. Die Freistellung darf insgesamt fünf Arbeitstage im Kalenderjahr nicht überschreiten.

 

f)

Ärztliche Behandlung von Beschäftigten, wenn diese während der Arbeitszeit erfolgen muss,

erforderliche nachgewiesene Abwesenheitszeit einschließlich erforderlicher Wegezeiten.

(2) Bei Erfüllung allgemeiner staatsbürgerlicher Pflichten nach deutschem Recht, soweit die Arbeitsbefreiung gesetzlich vorgeschrieben ist und soweit die Pflichten nicht außerhalb der Arbeitszeit, gegebenenfalls nach ihrer Verlegung, wahrgenommen werden können, besteht der Anspruch auf Fortzahlung des Entgelts nach § 21 nur insoweit, als Beschäftigte nicht Ansprüche auf ErSatz des Entgelts geltend machen können. Das fortgezahlte Entgelt gilt in Höhe des Ersatzanspruchs als Vorschuss auf die Leistungen der Kostenträger. Die Beschäftigten haben den Ersatzanspruch geltend zu machen und die erhaltenen Beträge an den Arbeitgeber abzuführen.

3 ) Der Arbeitgeber kann in sonstigen dringenden Fällen Arbeitsbefreiung unter Fortzahlung des Entgelts nach § 21 bis zu drei Arbeitstagen gewähren. In begründeten Fällen kann bei Verzicht auf das Entgelt kurzfristige Arbeitsbefreiung gewährt werden, wenn die dienstlichen oder betrieblichen Verhältnisse es gestatten.

Protokollerklärung zu Absatz  3 Satz 2:

Zu den "begründeten Fällen" können auch solche Anlässe gehören, für die nach Absatz 1 kein Anspruch auf Arbeitsbefreiung besteht (z. B. Umzug aus persönlichen Gründen).

(4) Zur Teilnahme an Tagungen kann den gewählten Vertreterinnen/Vertretern der Bezirksvorstände, der Landesbezirksvorstände, der Landesfachbereichsvorstände, der Bundesfachbereichsvorstände, der Bundesfachgruppenvorstände sowie des Gewerkschaftsrates bzw. entsprechender Gremien anderer vertragsschließender Gewerkschaften auf Anfordern der Gewerkschaften Arbeitsbefreiung bis zu acht Werktagen im Jahr unter Fortzahlung des Entgelts nach § 21 erteilt werden, sofern nicht dringende dienstliche oder betriebliche Interessen entgegenstehen. Zur Teilnahme an Tarifverhandlungen mit dem Bund und der VKA oder ihrer Mitgliedverbände kann auf Anfordern einer der vertragsschließenden Gewerkschaften Arbeitsbefreiung unter Fortzahlung des Entgelts nach § 21 ohne zeitliche Begrenzung erteilt werden.

(5) Zur Teilnahme an Sitzungen von Prüfungs- und von Berufsbildungsausschüssen nach dem Berufsbildungsgesetz sowie für eine Tätigkeit in Organen von Sozialversicherungsträgern kann den Mitgliedern Arbeitsbefreiung unter Fortzahlung des Entgelts nach § 21 gewährt werden, sofern nicht dringende dienstliche oder betriebliche Interessen entgegenstehen.

 

Dienstjubiläum

 

Der Anspruch des Arbeitnehmers bezieht sich auf 25- und 40- jährige Arbeitsjubiläen i.S.d.§23 Abs.2 TVöd, dessen Vorraussetzungen vorliegen müssen.

1. Jubiläumsgeld bei Teilzeitbeschäftigung (§20 Abs. 1Buchst. d TVöD)

Nach §23 Abs. 2 Satz 2 TVöD erhalten Teilzeitbeschäftigte das Jubiläumsgeld in voller Höhe. 

2. Höhe des Jubiläumsgeldes, Steuer- und Sozialversicherung

Das Jubiläumsgeld wird gezahlt

  • bei 25- jähriger Beschäftigungszeit in Höhe von 350 EUR.
  • bei 40- jähriger Beschäftigungszeit in Höhe von 500 EUR.
  • bei 50- jähriger Beschäftigungszeit in Höhe von 600 EUR. (besondere kirchliche Arbeitsrechtsregelung - ergänzend zum § 23 TVöD Bund)

Jubiläumsgelder sind lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn und gemäß §§1, 2 Arbeitsentgeltverordnung auch der Sozialversicherungspflicht unterworfen.

3. Der Anspruch auf Arbeitsbefreiung beträgt einen Arbeitstag, der zeitnah genommen werden muss. Der Tag bleibt auch dann bestehen,wenn der Jubiläumstag ein arbeitsfreier Tag ist.

AR Dienstordnung für pädagogische Mitarbeiter

Download